Tag 7 - durch Göreme und Adana
08.05.2009
Hallo Ihr Daheimgebliebenen,
heute bin ich wieder dran und muß gleich sagen, dass unsere bisherige Reise ein super Erfolg ist. Ich kann nur sagen mit jedem Tag unserer Reise, steigt unsere Begeisterung. Der heutige Tag beginnt, mit leichtem Chaos. Nach dem Frühstück, rödeln wir unsere Autos auf und stellen fest, dass unser Autoschlüssel fehlt. Manne kann aber unser Auto mit seinem Schlüssel aufsperren. Beim anschließenden täglichen Check versammelt sich eine Menschentraube um unsere Autos. Es herrscht Volksfeststimmung, bei den freundlichen Türken. Bei mir ist Frust angesagt, weil schon wieder unsere EC und Visa-Karten im Hotel nicht funktionieren, also wieder zur Bank und Flinz holen. Da unsere (Max und meine) Reifen schon am Limit sind, entschließen wir uns zu einem schnellen Pitstop und fahren Richtung Göreme.
Eigentlich kann sich niemand von uns etwas unter dem berühmten Weltkulturerbe vorstellen, aber wir sind schon sehr gespannt. Schon auf der Fahrt dorthin, treffen wir auf einige Teams. Als wir dann näher kömmen sind wir schon ganz am Rande des Tales voll begeistert. Wir entschließen uns einen schnellen Kaffee an einem Ausichtspunkt zu trinken. Da laufend Teams an uns vorbeifahren, machen wir uns flott auf die letzten paar Kilometer ins Zentrum. Dort angekommen, fahren wir an einem Quadverleih vorbei und es bedarf keiner Diskussion und wir mieten 3 für eine Stunde. (50,--€ für alle) Schließlich müssen wir Zeit gutmachen, die wir am Morgen verloren haben. Wir sagen unserem Guide, welche Sonderaufgaben wir erfüllen müssen. Als erstes bringt er uns zu einem Felsenhotel, in dem wir den Hotelier fragen stellen müssen. Dort treffen wir auch die Dirndl Power Mädls, die gut drauf sind. In den Tuffsteinhöhlen wohnen heute noch Leute und diese Höhlen mit traditionellen Häusern verbinden. Die Gegend ist sensationell. Kombiniert mit einer Quadfahrt durch das Dorf kommt wieder richtig Rallye-Stimmung auf.
Unsere nächste Aufgabe ist eine Bergkirche zu suchen, die 2 Kilometer außerhalb liegt. Mit erhötem Kapitalaufwand haben wir wieder Zeit gutgemacht und sind schnell fertig. Das ganze Dorf ist voll von Rallye-Teams, die nur staunen das wir wieder mobil unterwegs sind. Nach ein paar Runden freien Fahrens stellen wir die Kisten ab und nehmen gleich neben an einen Kaffee in einer orientalischen Chill out Zone. Wir liegen auf einem Matratzenlager in einem Straßenkaffee. Max stellt dann leider den Verlust seines Handys fest. Er zieht los es zu suchen, während wir weiter chillen. Als er zurückkommt rufen wir seine Nummer an, bei der sich, Wunder über Wunder, jemand meldet. Anfangs spricht der Mann, französisch, aber nach 2 Sätzen sagt er er sei Spanier. Gewonnen, nach 10 Minuten fahren wir zu dem Campingplatz, auf dem die sehr netten Leute wohnen. Wir nehmen das Handy in Empfang. Zurück, essen wir etwas wie Gulasch aus einem Tontopf, der am Tisch zerschlagen wird. (gibts auf Video) Da wir mehrere Stunden in Göreme sind haben wir die Gelegenheit andere Teams zu beobachten. Na, das erzähl ich euch dann lieber wenn ich wieder zurück bin. (der Feind liest mit!)
Dann brechen wir auf, da es bereits wieder mal 16.30 Uhrist und wir noch 350km Landstraße, wohlgemerkt, vor uns haben. Die Straßen sind fantastisch, welches auch der Grund ist für gutes Vorankommen. Es geht gerade Richtung Süden, mit Zwischenziel Adana. Auf der Strecke zum Taurusgebirge veränder sich die Landschaft jede halbe Stunde. Die Eindrücke auf uns sind unglaublich und wir können das Ganze nicht fassen. Da unser Weg zur Küste über einen Bergpass führt und wir auf der Passhöhe in einen Regenbogen fahren, halten wir an und kommen aus dem staunen nicht mehr raus.
Auf dem letzten Kilometern an der Küste entlang, machen wir nur noch Kilometer, da wir ankommen wollen. Auf einem Parkplatz machen wir noch Brotzeit mit Preßsack und Meckatzer Bier. Um 22.30 finden wir ein schönes billiges Hotel in dem wir ausschlafen können, damit wir fit sind für den Grenzübertritt nach Syrien, morgen.
Das wars für heute und ich sage nochmals, Ihr verpaßt eine fantastische Reise, tolle Eindrücke und sehr nette Leute.
Euer Chill out Desert Project Team
Werner