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Tag 4 - von Bulgarien in die Türkei:

05.05.2009

Servus Ihr Daheimgebliebenen!

Nachdem ich von den Strapazen gestern berichtet habe, sind wir noch in der Hotellobby auf ein selber mitgebrachtes Absackerbier zusammen gesessen. Da lassen wir noch den ganzen Tag Revue passieren und verquatschen uns total. Olaf hat nach zwei Bier die super Idee den Leberkäse in der Dose, den uns der Fritz vom Waldhäusle für harte Zeiten mitgegeben hat, zu köpfen. So labern wir viel und sind lustig beisammen, bis es 3.30 Uhr ist.

Der Terminplan wird eingehalten und das Programm ist voll, also raus aus der Kiste um 7.00. Nach dem super Frühstück, geht es gleich los Richtung Grenze Bulgarien. Die letzten Kilometer bis zur Grenze laufen noch gut, so wie der Übertritt nach Bulgarien.

Da unser Programm extrem ist, steht heute wieder Kilometer machen an. Die Straßen in Bulgarien entspannen unsere Nerven und Material. Wir nehmen die Strecke quer durch, Richtung Burgos zu am Schwarzen Meer. Ich fasse mich bewusst kurz, da es in der Folge, noch einiges zu erzählen gibt. Um 16.00 sind wir in Burgos und finden nach kurzer Ehrenrunde eine Grillmöglichkeit direkt am Meer. Es gibt Steaks und Gemüse und dazu ein bisschen“ serbisches Gemüse“. So gegen 17.30 geht’s weiter ´gen Süden, mit Ziel Istanbul. Das sind noch 350 km.

Am Anfang geht echt was vorwärts, bis sich eine gut bezeichnete Straße in eine kurvige und holprige Passstraße entwickelt. Am Anfang nehmen wir wie´s kommt, doch dann wird´s sportlich. Ich fahre vornweg und Jochen und Manne hinterher. Es macht derartig viel Laune diese alte Schmugglerstraße zu fahren, durch die grünen Wälder. Wir jagen den Pass rauf, der circa 45 Kilometer lang ist und Richtung Türkische Grenze geht. Auf halber Strecke, treffen wir auf einen neuen Tiguan (VW Geländewagen-Frauentyp) den ich gleich überhole. Das gefällt ihm nicht und er beschleunigt bevor Jochen in schnappen kann. Wir heizen den Pass rauf und besorgen es dem Tiguan auf 10km, bis er schließlich aufgibt und sich von Jochen und Manfred überholen läßt. Nur zur Info, auf den 45 km kommen uns 10 Autos entgegen. Oben angekommen, brauchen wir erstmal eine Pinkelpause und freuen uns über das erst richtige Rallye-feeling.

Das beste kommt aber noch an der Grenze die wir gleich erreichen. Nach 3 Kontrollen bei der Ausreise, müssen wir in das Zollamt. Bei der Konrolle unserer Personalien und Fahrzeugpapiere, sollen wir unseren Einreisestempel holen. Ich unterhalte mich mit einem Türken in französisch, der von dem Zöllner in den Coffeeshop geschickt wird und wir ihm folgen sollen???? Wir schauen uns ungläubig an und tatsächlich kommt der Chef aus dem Coffeeshop und vergibt die Einreisestempel auf dem Parkplatz. Wir runter und zu der 5ten Kontrolle, bei der sich der Zöllner einen Spaß macht, mir zu sagen das noch ein Stempel fehlt. Ich zurück und wieder zum Chef der mir dann auch noch meinen letzten Stempel gibt. Hurra, ich darf in die Türkei.

Auf dem Weg nach Istanbul, ruft von Manne's Kunde ein Mitarbeiter an, um unsere Zimmer zu organisieren. Olaf als Reisespezialist, managt das Ganze. Voll euphorisch erklärt er Ihm, das wir nur 10€ pro Nacht ausgeben dürfen, aber das sei kein Problem „da Türken wir immer was“ Wir stehen auf der Brücke und lachen uns krumm. Ein echter Kalauer!

In Istanbul angekommen, leitet uns Olaf zielsicher zu unserm Hotel, fast. Wir verpassen die Ausfahrt in der 15 Millionen Metropole und fahren eine Extrarunde. Es ist mittlerweile 23.30 Uhr und der Verkehr unglaublich. Als wir in uns immer weiter entfernen, lassen wir uns von einem Taxi zum Hotel bringen. Irgendwann reichts auch Rallyefahrern.

In dem Tophotel in dem wir untergebracht sind, sitzen wir jetzt um 3.40 Uhr und beschließen den Tag. Das ist auch der Grund, weil ich jetzt Schluß mache, ich bin hundemüde. Morgen ist ein rallyefreier Tag, den wir mit einer Stadttour verbringen.

Und nur für's Protokoll wir haben die jetzt die halbe Strecke. (bitte an dieser Stelle loben). Diesen Tag muß ich erst verarbeiten.

Bis morgen, euer

Chill out Desert Project Team

Werner

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