Tag 3 - durch Serbien nach Rumänien:
Hallo Leute,
heute wär´s bald knapp geworden mit unseren News. Aber fangen wir beim beim Frühstück an.
Da wir gestern früher ins Bett sind, sind wir alle topfit und frühstücken um 7.30 Uhr. Danach war auch gleich die Abfahrt angesagt. Vorher reparieren Jochen und ich noch die 3-fach Stecker, die Dinger sind einfach super wichtig.
Wir starten los aus Surcin. Die Straßen sind nach wie vor nicht so prickelnd, aber wir kommen gut voran. Wir entscheiden uns, tanken in Serbien. An der Tanke sind die Leute sehr nett und wir schenken einem Mädchen ein Stofftier und eine Mütze. Für sie war Weihnachten! Also weiter Richtung Grenze Rumänien, die wir auch relativ gut erreichen. Bei der Ausreise flohen uns die Zöllner, aber als ich 2 Dosen Radler auf den Tisch stelle, geht die Abfertigung schlagartig, aber….
...die Einreise nach Rumänien... Wir fahren auf die Grenze zu und schon kommen etwa 5 Polizisten und eine Zöllnerin aus ihren Löchern. Es ist Goldgräberstimmung, bei denen. Der Oberboss spricht perfekt deutsch und übersetzt der Zöllnerin 55/160/70 (Alter/Göße/Gewicht). Die will alles genau wissen und wir erklären genau, was wir machen und warum. Das dauert und sie geht zum letzten Auto, bei dem Manne ein Kuscheltier rauszieht und ihr schenkt. Ich glaube sie ist jetzt frisch verliebt. Wir dürfen fahren.
Wir haben in Rumänien ein großes Tagesprogram vor uns und wollen Kilometer machen. Durch ganz Rumänien bis nach Bulgarien und dazu brauchen wir noch die Nationalhymne. Neu seit heute, eine neue Sonderaufgabe: Aus dem Land in dem wir die heutige Nacht verbringen, müssen wir aus einer Tageszeitung, von der ersten Seite 3 Schlagzeilen ausschneiden, übersetzten lassen und ins Roadbook einkleben. Ich sag´s gleich, wir haben es durch Zufall geschafft.
Aber jetzt sind wir immer noch knapp hinter der Grenze und dann fangen die Probleme erst an. Die EU, die Straßen baut: Eine Baustelle nach der anderen. Ampeln alle Nase lang, aber wie sagt Olaf immer: Wir fahren durch - es ist kirschgrün! Wir packen Richtung Karpaten in 4 Stunden satte 120km! Wir kriegen die Krise, haben aber die Möglichkeit, die Gegend genau anzusehen. Wir fahren durch die Donau-Ebene Richtung Karpaten und kommen zu allem Übel noch in ein Unwetter. Die Straßen sind Richtig Scheiße, aber die LKWs fahren wie Schwein. Schön Grillen im Nationalpark, fällt wegen akutem Zeitmangel aus.
Die Straßen werden erst besser nach dem Eisernen Tor, an der Donau Dr-Turnau-Severin und wir brennen im Formationsflug durch Rumänien. Wir haben noch 350 km vor uns und es ist schon 17.00 Uhr. Macht euch keine Sorgen, aber in Rumänien ist die Polizei faul wie Harry und unsere Funkgeräte sind Gold wert. Wir nennen uns beim funken übrigens Spack(o) 1-2-3(Max u. ich 1, Jochen und Jürgen2, und Olaf und Manfred3). Wir fahren voraus und checken die Straße, Gegenverkehr, Pferdekutschen, Schlaglöcher, unbeleuchtete Radler, Polizisten usw. Wir fahren was das Zeug hält, aber ein Team aus Günzburg mit ihren 4 grünen 7ner BMWs versägen uns gnadenlos.
Dann haben wir in so einem romantischen Dorf eine Umleitung und verfransen uns prompt. Wir ziehen durch und am Anfang läufts gut, bis wieder Schotterstraßen, Teersrtaßen mit Schlaglöchern und unbeleuchtete Alleen kommen. Dann verreckt auch noch mein Licht und wir müssen noch einen technischen Halt einlegen. Jochen, Manne und Max (mit Hirabira) bauen schnell die Lampe aus, bevor wir die letzten Kilometer nehmen. Zeitmäßig haben wir unser Ziel überschritten, Kilometer fehlen uns wieder ein paar.
Ich hämmer noch schnell diese Zeilen bevor sie uns rausschmeißen (ohne Abendessen!). Wir sind hundemüde und gehen jetzt in unseren wohlverdienten Rallye-Schlaf und träumen von unserer morgigen Etappe.
Dobre Dan
Chill out Desert Project
Werner