Rallye Tag 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18

Tag 17 - zur Käserei

Der Abschlusstag!

Hallo an Alle aus Amman.

Tja, heute ist der letzte Tag unserer Reise. Nachdem wir gestern die ganzen Adeligen durchgemacht haben, ist heut wieder Normaloprogramm auf der Tagesordnung.

Beim Auschecken sind schon die ersten kritischen Stimmen zu hören, die über die erneute Programmänderung überhaupt nicht happy sind. Also gut, da wir sowieso erst um 10.00 Uhr auschecken, sind die Reisenden bereits seit 2 Stunden unterwegs zum Mount Nebo. Wir wollten einfach nur mal etwas länger pennen und fahren deshalb gleich zum Toten Meer. Da die Mädels von Dirndl Power und auch wir ziemlich viel Gepäck haben, beschliessen wir erst ins Airport Hotel zu fahren, um unser Gepäck abzugeben. Dann kommt erst mal die Überraschung: vom 5 Sterne Bunker in die Jugendherberge. Ich vermute da hat einer schnell mal ein paar 1000 Euros gespart, wenn der 250 Leute in ein billigeres Hotel unterbringt. Aber was solls, wir freuen uns erst mal auf's Tote Meer.

Die Anfahrt ist hammerhart, denn es geht von ca. 800 M. über M. runter auf -400 M. unter M. Die Luft ist so heiss, dass man denkt dich bläst einer mit dem Heissluftföhn an. Nach ein paar Kilometern immer dem Jordantal entlang, erreichen wir ein tolles Spa und Hotel Resort, dessen Strand wir benutzen dürfen. Auf zum Baden, wir hoffen auf eine Erfrischung denn der Planet brennt gnadenlos. Das Wasser erfrischt uns, auch wenn's 30 Grad warm ist. Das Gefühl im Schwebezustand zu schwimmen ist sensationell, das Brennen des salzigen Wassers in den Augen, ebenfalls. Wir schmieren uns noch mit Schlamm ein und baden ausgiebig bis ca. 14.30, und gehen vor der Abfahrt noch einen schnellen Happen essen am Buffet.

Geplant ist ein Konvoi, der geschlossen zur Wüstenkäserei fahren soll, geplant wohlgemerkt. Alle sollen hinter dem Bus herfahren, was auf der 2 spurigen Strasse auch einigermassen klappt. Bei dem Anstieg raus aus dem Jordantal, geben einige Autos den Geist auf und überhitzen. Dann kommen die ersten Ampeln und schon ist die schöne Karavane aufgelöst. Uns hat das Organisationskomitee gesagt zum Flughafen und dann 40 km durch die Wüste. Wir sind das erste Team, dem sich immer mehr anschlieflen und keiner weiss wohin! Mittlerweile haben wir so 20 Autos im Schlepptau. Die Stimmung über fehlende Wegkennzeichen, Wegbeschreibung oder aufgestellte Warteposten ist schon ziemlich heftig. Nach mehrmaligem Fragen und Telefonieren mit dem OK, finden wir endlich die Strasse und letztendlich auch die Käserei. Die wenigen Teams die bis jetzt den Weg gefunden haben, sind bereits dabei ihre Bäume zu pflanzen und machen sich mit dem ersten Bus auf die Rückfahrt.

Gleich pflanzen wir auch unseren Baum, der auf der langen Fahrt etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde, verabschieden uns von unseren Autos, die uns nie im Stich gelassen haben und gehen dann schnell noch zum Käsereigebäude. Dort erfahren wir dass die anderen Teams bereits alle Spendenquittungen eingeheimst haben. So 'ne Scheisse, die Stimmung wird immer schlechter, denn jetzt gehts ums Geld. Wir wissen auch nicht was mit den Autos passiert, denn bei Ankunft sind schon einige zwielichtige Gestalten, teilweise bewaffnet, zwischen den Wagen rumgeschlichen. Getränke sind auch keine da, alles top organisiert. Nach 1 Std. Wartezeit verlässt unser Bus als letztes die Käserei bei einem wunderschönen Sonnenuntergang.

Auf der Fahrt ins Hotel brennt der Busfahrer derart schnell in ein paar Bodenwellen, dass Kameras fliegen, die Leute schreien und sogar die Motorabdeckung im Innenraum davonfliegt. Wieder tumultartige Szenen, anhalten und erstmal die Leute beruhigen. Ein Mädel von Dirndl Power, die hinten im Bus gesessen ist, hat sich heftigst den Kopf angehauen.

Im Hotel angekommen, sind wir happy dass unser Gepäck bereits auf dem Zimmer ist und wir so keine Wartezeit haben. Zum versöhnlichen Ausgang gibt es noch ein tolles Buffet mit Fleisch vom Grill und einer Bauchtänzerin, aber was bleibt sind auch die Eindrücke von schlechter Organisation, das Gefühl auch auf der Tour gemolken geworden zu sein und auch der leichte Zweifel was da mit unsern Autos passiert. Wir sitzen noch und feiern mit unseren Freunden und freuen uns schon auf unseren Rückflug morgen.

 

Schöne Grüsse von eurem Chill out Desert Project

Werner

 

totesmeer

 

 

 

 

team

 

 

auto

 

 

baum

 

 

tacho

 

 

ski

 

 

autos

 

 

sonne

 

 

kaeserei

 

 

>> Vorbereitungen zur Rallye

>> Unsere Sponsoren