Tag 12 - Wadi-Rum
Hallo, hier der 12. Tag! 13.05.2009
Frühstück im Camp. Alles ist etwas chaotisch, einige Teilnehmer sind wohl nicht ganz mit der Organisation zufrieden - wir haben damit aber kein Problem. Nachdem unser Chefmechaniker Jochen nicht mehr da ist, helfen mir die Jungs von Mikado beim Reparieren der Heckscheibe, mit Müllsäcken und Klebeband, ich denke das hält. Danach räumen wir unsere Autos aus und lassen gleich ein paar Hilfsgüter zurück.
Die 3 Mädels von Dirndlpower mit 2 nachgereisten Töchtern schliessen sich uns an. Sie haben ein anderes Auto übernommen von einem Team, dass nicht mehr selber fahren will. Der gute Astra (Opel) hatten den Ausflug durch die Wüste nicht überlebt. Der Stossdämpfer war gebrochen. Als wir los wollen stellt Jürgen fest, dass die Beifahrertür am Passat nicht mehr aufgeht. Das heisst für uns: Reparatur! Wir bauen die Türverkleidung von innen ab und versuchen das Türschloss gangbar zu machen, aber der feine Wüstensand hat es komplett verklemmt.
Nach unserem Einsatz schauen wir noch bei einer römischen Festung vorbei. Die wir im Schnelldurchlauf besichtigen. Danach geht es los Richtung Süden auf dem Desert Highway mit Ziel Wadi-Rum. Auf dem Weg durch die "sprichwörtlich" karge Wüste platzt den Mädels ein Reifen. Da unser "Spack-3-Team" nach Hause ist, sind jetzt unsere "Mädels" Spack3 im Funkverkehr, und können uns gleich alarmieren. Trotzdem sie gut vorbereitet sind wechseln Olaf und ich die Reifen. Aber das hätten sie auch allein geschafft. Das Lustige daran ist, die haben alle Reifen neu und wir mit unseren "Alt-Reifen" hatten bis dato kein Problem - schaumer mal!
Die Fahrt ist extrem eintönig bis wir über einen Bergsattel (1400 m) kommen und einen fantastischen Ausblick über das Aquaba-Tal haben. Erst suchen wir den Wadi-Rum Nationalpark von dem keiner vermutet hat, was uns erwartet. Angekommen, nehmen wir gleich alle zusammen einen Pickup-Jeep und es geht sofort los in eine faszinierende Wüstenlandschaft, die eingerahmt ist von schroffen Bergen. Wir machen halt an verschiedenen Stellen in einer gewaltigen und beeindruckenden Naturkulisse. Nicht umsonst sind die Jordanier unglaublich Stolz auf das Wadi-Rum.
Als letzte Station hetzen wir noch auf eine Sanddüne auf der wir noch ein Spass-Foto-Shooting veranstalten. Danach geht es gleich zurück. Der Ausflug in den Nationalpark hat einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen.
Nach unserer Tour müssen wir gleich Richtung Jabel-Rum-Camp in dem unser Nachtlager wartet. Allerdings verfransen wir uns in der Wüste und zu allem fährt sich Nicki auch noch Fest. Bei dem Versuch das Auto wieder frei zu schleppen gräbt sich mein Auto ebenfalls im Sand ein - Super! Abschleppen, rausziehen, wieder ein Auto fest... so eine Scheisse! Endlich ist eine Karre wieder frei, springt meine nicht mehr an! Die Batterie war ja schon von Anfang an zu schwach zum Starten. Also, nächste Aktion: Fremdstarten, mit dem gerade freigeschleppten Auto.
Nach dem rausschleppen und schieben unter dem Einsatz aller Kräfte sind alle Autos wieder fahrbar. Dirndlpower zahlt die erste Runde Bier, wenn wir ins Camp finden. Bei einem malerischen Sundowner treffen wir im Camp (Zeltlager deluxe) ein. Nach zwei Bier gibt es ein landestypisches Nomadengericht, das im Sand eingegraben, gegart wird. Es erwartet uns ein Folkloreabend bei dem wir Tanzen und Feiern, aber zeitig ins Zelt gehen.
Bis bald, euer
Chill out Desert Project
Werner
PS: Ich hab nur diktiert und Olaf hat geschrieben. Ich bin aufgestiegen und kann mir jetzt eine Sekretärin leisten.
